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Was heißt Inklusion?

Die Schülerschaft in allen allgemeinbildenden Schulen ist aufgrund der unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Lebensformen, Kompetenzen, Interessen und Bedürfnisse zunehmend heterogen. Für die Integrierte Gesamtschule gilt dies in besonderem Maße.

Die Schule muss sich auf diese Vielfalt einstellen und Organisationsformen entwickeln, die den Lern- und Entwicklungsbedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht werden.

Heterogenität ist Normalität und Lernen geschieht in Kooperation mit unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern an gemeinsamen Inhalten. Dies bezieht sich auch auf die Kinder mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung. Seit 2013 entwickelt sich jede Schule zur inklusiven Schule.


Inklusion an der IGS Roderbruch       

Die IGS Roderbruch bietet einen gemeinsamen Lernort von der 1. bis zur 13. Klasse für alle Schülerinnen und Schüler, die einen allgemeinen Bildungsabschluss (Förderschulabschluss, Hauptschulabschluss, Sekundarabschluss I, erweiterter Sekundarabschluss I, Abitur) anstreben. Die Heterogenität der Schülerschaft ist eine willkommene Chance, dass Kinder und Jugendliche gemeinsam voneinander und miteinander lernen, um in einem Prozess der individuellen Entwicklung und Förderung adäquate Bildungsziele zu erreichen.

Zurzeit besuchen ca. 70 Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in den Bereichen körperlich-motorische Entwicklung, Lernen, Sprache, Hören, Sehen, emotionale und soziale sowie geistige Entwicklung die IGS Roderbruch und werden hier von einem Team von Förderpädagogen begleitet. Auf Grund der langen Erfahrung mit Schülerinnen und Schülern mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen und baulichen Barrierefreiheit ist die IGS Roderbruch derzeit Schwerpunktschule in diesem Bereich.

Unterricht und Förderung orientieren sich sowohl an der individuellen Lernausgangslage und dem individuellen Lernbedarf der einzelnen Schülerinnen und Schüler als auch an den Bildungsstandards und den daraus abgeleiteten fachlichen Anforderungen. Es gilt, alle Kinder, leistungsstarke aber auch Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, individuell im Gemeinsamen Unterricht zu fördern und zu fordern.


(Sonder-) Pädagogische Aufgaben im Rahmen der Inklusion

Um dem Anspruch einer „inklusiven Schule“ gerecht zu werden, arbeiten Lehrer/innen an der IGS Roderbruch in multiprofessionellen Teams zusammen mit Förderschullehrer/innen, Sozialpädagoginnen und schulinternen Physiotherapeutinnen. Gemäß den Leitideen der sonderpädagogischen Förderung erfolgt die Arbeit der Förderpädagog/innen auf mehreren Ebenen und ist vielschichtig angelegt. Dazu gehören folgende Bereiche:

Diagnostik: Unterrichtsbegleitende und -unterstützende Lernstands- und Förderdiagnostik sind wichtiger Bestandteil der Arbeit, um Unterricht individuell an die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern anzupassen.

Beratung: Wir bieten Beratung für Schüler, Eltern und Lehrkräfte z.B. hinsichtlich Unterstützungsmaßnahmen, Hilfsmitteln und Nachteilsausgleichen.

Förderung: Förderung sollte immer Bestandteil des gemeinsamen Unterrichts sein. Daher berät das Team aus Fachlehrer/innen und Förderschullehrer/innen im Vorfeld, welche Unterrichtsformen, Materialien und Unterstützungsangebote für die verschiedenen Schülerinnen und Schüler der Klasse geeignet sind, um möglichst gemeinsam an einem Thema zu arbeiten.

Kooperation den Unterricht betreffend: Unsere Schülerinnen und Schüler werden teilweise von Integrationsassistent/innen oder Therapeutinnen im Unterricht begleitet. Die Lehrerteams arbeiten mit diesen Experten Hand in Hand, um eine optimale Unterstützung zu gewährleisten.

Kooperation mit außerschulischen Partnern: Um Schüler/innen im umfassenden Maße zu unterstützen sind oft auch die Angebote außerschulischer Partner wichtig. Daher treten wir z.B. mit verschiedenen Anbietern von Unterstützungsmaßnahmen, Ärzten, Therapeuten und Kooperationspartnern im Bereich der Berufsorientierung in Kontakt.


Organisatorische Strukturen

Jedem Kind mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist eine der Förderpädagog/innen zugeordnet. Dabei sind wir bemüht, dass diese Zuordnungen jeweils über mehrere Jahre konstant bleiben. Weiterhin werden folgende Kriterien zur Sicherung einer effektiven Kooperation im Gemeinsamen Unterricht berücksichtigt:

  • Jede/r Förderpädagog/in ordnet sich möglichst einem Jahrgang oder Großraum zu und ist dort für die Kolleg/innen, Schüler/innen und Eltern Ansprechpartner.
  • Idealerweise sollten die Förderpädagog/innen mit möglichst vielen Stunden in einer Klasse sein, um so die Kooperation mit allen Beteiligten effektiv und gewinnbringend gestalten zu können.

Seit Februar 2016 haben wir eine Fachkonferenz Inklusion. Hier treffen sich Lehrkräfte aus allen Jahrgängen, Sozialpädagoginnen, Förderpädagoginnen sowie Vertreter von Schüler/innen, Eltern und der Schulleitung, um die Schulentwicklung in Sachen Inklusion voranzubringen.

Zurzeit beschäftigen wir uns in sieben Arbeitsgruppen mit den Themen

  • Entwicklung eines Konzeptes zur Beschulung von Schülern mit dem Unterstützungsbedarf „Geistige Entwicklung“
  • Einsatz von Sportrollstühlen als Sportgeräte für alle Schüler im Sportunterricht
  • Schaffung von Räumen für Inklusion - insbesondere ab Jahrgang 7
  • Verbesserung der Barrierefreiheit
  • Zusammenarbeit mit Integrationsassistent(inn)en
  • Entwicklung eines Konzeptes zur Beschulung von Schülern mit dem Unterstützungsbedarf „Lernen“ in der Sekundarstufe I
  • Förderung von Schülern mit einer besonderen Begabung

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