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Das Kerncurriculum für das Fach Gesellschaftslehre an Integrierten Gesamtschulen definiert den Bildungsauftrag des Faches folgendermaßen:

„Oberstes Ziel des Unterrichts im Fach Gesellschaftslehre ist es, Schülerinnen und Schüler zur Mündigkeit in der Gesellschaft zu führen. Mündigkeit erfordert vom Einzelnen Orientierungswissen, die Fähigkeit und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die eigene Lebensplanung und die Bereitschaft zur Partizipation in der Gesellschaft.

In einer Welt, die von ständigem Wandel und Interdependenzengeprägt ist, verhilft Gesellschaftslehre dem Jugendlichen dazu, ein politisch-historisches, soziales und räumliches Bewusstsein zu entwickeln, um sich in seiner Welt zurechtzufinden, Solidarität mit anderen zu entwickeln und politisch verantwortlich zu handeln.“

[Aus: Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Kerncurriculum Gesellschaftslehre, Hannover 2014, S.5]

Das Fach Gesellschaftslehre an der IGS Roderbruch entspricht diesem Bildungsauftrag, indem die Fächer „Sozialkunde / Politik", „Geschichte" und „Erdkunde“ integriert und in der Sekundarstufe I durchgängig dreistündig unterrichtet werden. Ziel ist die Förderung der personalen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Um dieses Ziel zu erreichen werden die Schülerinnen und Schüler gezielt bezüglich ihrer Orientierungskompetenz, Handlungskompetenz sowie Urteilskompetenz gefordert und gefördert.

In der Sekundarstufe II wird der integrierte Gesellschaftsunterricht aufgelöst. In der Einführungsphase werden die Fächer „Politik / Wirtschaft“, „Geschichte“ und „Erdkunde“ einzeln unterrichtet. In der Qualifikationsphase der Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler bei der Wahl ihrer Profile schließlich zwischen den Fächern wählen.

Bildungsbeitrag Gesellschaft

Aus: Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Kerncurriculum Gesellschaftslehre, Hannover 2014, S. 8.


Da das Fach Gesellschaftslehre im Klassenverband und ohne äußere Fachleistungsdifferenzierung erteilt wird, sind Maßnahmen zur Binnendifferenzierung unerlässlich, um die Schülerinnen und Schüler dort abzuholen, wo sie stehen. Daher sind schülernahe, offene und am forschend-entdeckenden Lernen orientierte Unterrichtsverfahren, wie z. B. Projekte oder Wettbewerbe, selbstverständliche Bestandteile der Unterrichtspraxis. Hier wären als Beispiele die Wahlbereiche „Gegen das Vergessen“ und „Globales Lernen“ zu nennen. Während der Wahlbereich „Gegen das Vergessen“ sich intensiv mit der Erinnerungskultur auseinandersetzt und in dessen Rahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem jährlich einen Besuch der Gedenkstätte Auschwitz organisieren, greift der Wahlbereich „Globalisiertes Lernen“ aktuelle soziale und politische Themen auf und beschäftigt sich unter anderem mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik.

In der Sekundarstufe II haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilzunehmen, der alle zwei Jahre durchgeführt wird. Im aktuellen Durchgang wurde die Arbeit der Schülerin Merle Niemeyer mit dem niedersächsischen Landespreis ausgezeichnet.


An diesen Beispielen wird deutlich, dass das Fach Gesellschaftslehre den Erwerb von Orientierungskompetenz, Handlungskompetenz und Urteilskompetenz in folgenden Punkten besonders unterstützt:

Gesellschaftliche Mündigkeit und Partizipation: Schülerinnen und Schüler sollen sich ihre Lebenswelt zunehmend selbst erschließen. Das dazu notwendige Verfügungswissen erhalten sie durch das Fach Gesellschaftslehre. Des Weiteren soll den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit, Fertigkeit und Bereitschaft vermittelt werden, sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen und selbst Verantwortung zu übernehmen.

Orientierung in der Welt: Die Schülerinnen und Schüler sollen verschiedene wirtschaftliche, ökologische und politische Prinzipien kennenlernen. Sie sollen sich historische und geografische Grundlagen erarbeiten, um gegenwärtige Debatten und Entscheidungen verstehen und einordnen zu können.

Empathiefähigkeit: Die Schülerinnen und Schüler sollen aus der Geschichte heraus die Brisanz der Werte „Toleranz", „Demokratie" und „Menschenrechte" erkennen. Sie erfahren dabei um die Schutzbedürftigkeit derselben. Die jungen Menschen sollen lernen, sich nicht nur in einzelne Mitmenschen hineinversetzen zu können, sondern auch in gesellschaftliche Gruppen. Damit sind sie dann auch in der Lage, deren Probleme und Anliegen erkennen zu können.

Medienkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Medien der Gegenwart (z. B. Zeitung, Fotografie, Radio, Spielfilm, Dokutainment (zur Unterhaltung aufbereitete dokumentarische Mittel), Internet, Computerspiel, Werbung u. a.) auseinander und können ihre Möglichkeiten, Wirkungen und Absichten kritisch einschätzen. Darüber hinaus erarbeiten sie eigene Medienprodukte unterschiedlicher Formate und schulen ihre Präsentationskompetenz.

November 2015

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