„Clever kochen fürs Klima“ – erfolgreicher Start in der IGSRoderbruch

Wachsen Erdbeeren wirklich auch im Winter? Wo liegt „Region“? Was hat der Smoothie mit unserem Klima zu tun?

Diesen und vielen anderen Fragen konnten unsere Schüler*innen des WPK 10 unter Leitung von Stephan Maaß in dem Projekt „Clever kochen fürs Klima“ nachgehen. Das Projekt wurde vom Umweltzentrum Hannover entwickelt und am 5. April in der IGS Roderbruch vorgestellt und überzeugte Schüler*innen und Lehrer Stephan Maaß.

 

Clever kochen 500Der Auftakt des Projektes fand am Donnerstag, 05. April 2018 in der IGS Roderbruch statt. Schüler*innen aus der 10. Klasse bereiteten verschiedene Smoothies zu: Mit besonders billigen Zutaten, mit besonders weitgereisten Zutaten und mit regionalen Zutaten. Der Vergleich von Geldwert und CO2-Bilanz soll deutlich machen, dass „billig“ langfristig einen hohen Preis hat.

Dr. Heinrich Jagau, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, die das Projekt unterstützt, ist begeistert: „Hier wird sehr anschaulich, dass es einen konkreten Zusammenhang gibt zwischen dem, was ich esse und dem Klima, das mich umgibt. Das betrifft uns alle. Jede und jeder kann hier vergleichsweise einfach einen persönlichen Beitrag leisten. Ich freue mich sehr, dass unser im Mai 2016 aufgelegter Sparkassenbrief N+ so gut nachgefragt wird. Wir haben seinen Absatz mit einer Fördersumme verbunden, mit der wir nachhaltige Initiativen unterstützen. Das ermöglicht uns, vielfältige wertvolle Projekte wie Clever kochen fürs Klima zu fördern. Hier wird die Basis bereitet für ein nachhaltiges Bewusstsein, das so wichtig ist für unsere Zukunft.“

Als weiterer Fördermittelgeber konnte die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gewonnen werden. Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr zeigt sich vom Projektansatz überzeugt: „Das Projekt Clever kochen fürs Klima spricht Bauch und Kopf der Schüler*innen gleichermaßen an, um die Auswirkungen von Landwirtschaft und Ernährung zu vermitteln – eine erfolgversprechende Kombination, um Wissen nachhaltig weiterzugeben.“

Heike Hanisch, Geschäftsführerin des Umweltzentrum Hannover e.V., ist sicher, dass Clever kochen fürs Klima den Nerv der Zeit trifft: „Wir haben bereits jetzt mehrere Anfragen von Schulen erhalten, das Projekt wird in der Region Hannover begeistert aufgenommen. Wir freuen uns, dass so großes Interesse an der Nachhaltigkeitsthematik besteht und sind überzeugt, dass das Projekt Wirkung zeigt.“

Als mobile Küche kommt Clever kochen fürs Klima direkt ins Klassenzimmer. Dort können die Schüler*innen gemeinsam leckere Rezepte ausprobieren und lernen nebenbei, was ihre Ernährung mit dem Klima zu tun hat.

Clever kochen fürs Klima ist für alle Schularten und alle Jahrgangsstufen geeignet und kann von den Schulen in der Region Hannover beim Umweltzentrum Hannover e.V. angefragt werden.

Das Projekt findet in Kooperation mit Heuhüpfer e.V. statt und wird gefördert aus dem Sparkassenbrief N+ der Sparkasse Hannover sowie von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Die HAZ berichtete am 6.4.2018 in folgendem Artikel:

Das Kochduell – mit „Flugobst“ und Roter Bete

Neues Projekt des Umweltzentrums zeigt Schülern klimaschonendes Kochen

Clever kochen 240Was hat unser Essen mit Klima und Umweltschutz zu tun? Viel mehr, als sie dachten, so haben Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Roderbruch jetzt bei einer Kochwerkstatt erfahren. „Ich würde nächstes Mal umweltschonendes Obst und Gemüse für meinen Smoothie einkaufen“, bilanziert die 15-jährige Chantal. Expertinnen vom Umweltzentrum Hannover haben mit den Schülern verschiedene Smoothie-Rezepte ausprobiert. „Nicht jedem Schüler ist bewusst, dass zu dieser Jahreszeit Pflaumen oder Heidelbeeren 12 000 Kilometer mit dem Flugzeug aus Südamerika hergeflogen werden“, sagt Lehrer Stefan Maaß.

Wie sie einen Granatapfel oder eine Ananas fachgerecht zerlegen, beherrschen die Jugendlichen perfekt. Doch wie lässt sich Rote Bete zubereiten? Mitarbeiterin Elisabeth Seiler vom Verein Grashüpfer hält extra Handschuhe parat. Die Schüler teilen sich in Gruppen, die besonders weit gereiste, sehr günstige oder biologisch angebaute Zutaten auswählen und verarbeiten. Eine andere Gruppe entscheidet sich für Ware, die nicht mit dem Flugzeug transportiert worden ist. „Uns ist aufgefallen, dass regionale Bioprodukte gar nicht so teuer sind“, berichtet Alida. Ein Kilo „Flugobst“ kostet rund 7,50 Euro, die Zutaten für den billigsten Smoothie 3,40  Euro, die Biovariante 4,25 Euro.

Das Umweltzentrum Hannover hat das Projekt unter dem Motto „Clever kochen fürs Klima“ entwickelt und bietet die Kochwerkstatt für alle Jahrgangsstufen und Schularten in der Region Hannover an. „Wir bringen Kochplatten und faltbare Abwaschschüsseln mit“, erklärt Heike Hanisch, Geschäftsführerin des Umweltzentrums. Das Kochen kann zwei Stunden oder auch einen ganzen Projekttag dauern. Die Sparkasse Hannover und die Bingo-Umweltstiftung haben die Entwicklung der Kochwerkstatt bezahlt und finanzieren den laufenden Betrieb.

Dabei geht es auch um den ursprünglichen Geschmack von regionalem Gemüse wie Spinat und Grünkohl. „Manche Schüler kennen vor allem Fertigprodukte, weil es zu Hause in der Familie oft schnell gehen muss“, stellt Lehrer Stefan Maaß fest. Alles Bittere wird dabei durch Zucker nivelliert. Der erdige Geschmack von Roter Bete fällt bei den meisten Jugendlichen durch. Zu exotisch, findet ein Mädchen. Und meint damit, dass ihr ausgerechnet diese traditionelle regionale Feldfrucht unvertraut ist.

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