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Schule Kultur NdsKann Theater zum Nachdenken anregen und gleichzeitig unterhaltsam sein? Der Prüfungskurs Darstellendes Spiel hat am 07. und 11. November eindrücklich gezeigt, dass dies möglich ist.

 

Die 11 Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs haben bei ihren beiden Aufführungen jeweils vor ausverkauftem Haus gespielt – und wussten die Zuschauer mit ihrer energievollen Präsenz über 40 Minuten zu fesseln. Dabei blieben die SpielerInnen durchgehend auf der Bühne und zeigten als geschlossenes Ensemble zahlreiche Facetten eines körperbetonten Theaters.

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Mit detailliert ausgearbeiteten Choreografien und intensivem Figuren- und Mienspiel wurde die Thematik des Abends sichtbar: die skrupellose Ausbeutung aller irdischen Ressourcen – seien es nun seltene Erden, Kaffeebohnen oder Organe. Nicht verwunderlich, dass hier keine realistischen Figuren zur Darstellung kamen. Stattdessen wurde der Mensch als „Rädchen im Getriebe“ dargestellt, als hungriges Monster oder gleich als pures Gefühl der Angst, Wut oder Verzweiflung. Das Stück wurde eröffnet mit dem nüchternen Faktum: „alle drei Sekunden stirbt ein Mensch“ – und endete höchst berührend mit einem Chor: unterstützt von der Ukulele sang der DS Kurs den Song „Zombie“ von den Cranberries.

Dazwischen wurde den Zuschauern unsere fadenscheinige Wellness- und Spendenkultur vor Augen geführt, ohne dabei jedoch belehren zu wollen. Tatsächlich zeigte sich gerade an diesen Momenten auch der Humor der Inszenierung: eine Gruppe Yoginis mutierte zum Clash der Schreckensnachrichten in einen grell-grinsenden Erobic-Kurs und zurück, ein seriöser Nachrichtensprecher vernachlässigte die politischen Probleme und ließ sich von einer Handpuppe zu Klatsch und Tratsch verführen.

Und immer wieder wurde dem Publikum mit Taschenlampen ins Gesicht geleuchtet. Bis auch das letzte Licht erlosch. Alle drei Sekunden stirbt ein Kind.

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